Bauphase

Wasserschloss Gnemern

Sanierung und Restaurierung

Erbaut um 1682 - 1685

Epoche Barock

Gebäudearten Wohngebäude,Schlösser/ Burgen

Das Wasserschloss Gnemern, auch Herrenhaus Gnemern, wurde 1682 bis 1685 auf den Grundresten der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Wasserburg errichtet, die zuvor durch einen Brand 1676 zerstört wurde. Große Teile des Außenmauerwerks sowie die Kapelle mit Gewölbe können allerdings noch dem Vorgängerbau zugewiesen werden. Nach einem weiteren Brand um 1888, bei dem nur Teile des Herrenhauses zu Schaden kamen, wurde das Innere des Hauses im Stil des 19. Jahrhunderts umgebaut: Charakteristisch für das Wasserschloss ist das massive Erdgeschoss und das darauf errichtete Obergeschoss mit Fachwerk. Der Putzbau ist vom äußeren Erscheinungsbild durch die Formensprache des (Früh-)Barock geprägt. Eckquaderungen und Profilgesimse, sowie Fenstereinfassungen sind in Resten noch erkennbar. Besonders bemerkenswert sind bauzeitliche Ausmalungen der Holzdecken, die während der Sanierungsmaßnahmen freigelegt werden konnten.

Die Anlage ist in einen Park mit Wasseranlagen gebettet.



MASSNAHMEN

Das „Wasserschloss“ Gnemern soll umfangreich saniert und restauriert werden.

Bisher konnten folgende Sanierungsmaßnahmen am Dach abgeschlossen werden: Abnahme und Entsorgung kontaminierter Dachlattung und Deckenschalung, Sanierung Dachkasten, Ergänzung des Unterdachs mit Konterlattung und Lattung, Neueindeckung mit Biberschwanzziegel aus Zweitverwendung sowie neuen Biberschwänzen in Kronendeckung, Rekonstruktion der Schornsteinköpfe, Rekonstruktion der Fledermausgauben nach hist. Vorbild, sowie Sanierung des Dachkastens.

Bezüglich der Fachwerksanierung war eine Fundament- und Mauerwerkssanierung nord-östlich notwendig. Im Anschluss erfolgte die Freilegung der Gefache, die Reinigung der Mauerziegel und deren Wiedereinbau. Innen die Freilegung der Decken inkl. Sicherung und Verwahrung der bemalten Deckenbefunde. Ein Putzmuster nach Befund (Erstfassung) wurde durch die zuständige Restauratorin angelegt.

Das Wappenrelief der Supraporte wurde aufgrund stark absandender Oberfläche ausgebaut und durch die beauftragte Steinrestauratorin restauriert.



Bauzeit

2020 bis heute

Bauherr

Helmuth Freiherr von Maltzahn (privat)

Projektleitung

Stephan Kummer


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