Vorzustand

Ostflügel, Kloster Eberbach

Sanierung und Restaurierung

Erbaut um 1140. Umgestaltung und Erweiterung ab dem 13. Jhd.

Epochen Romanik,Gotik

Gebäudeart Kulturbauten

Die Gebäude des Ostflügels wurden im romanischen Stil errichtet, erhielten jedoch ab dem 13. Jhd. ihre frühgotische Gestaltung.

Der Kapitelsaal aus dem 14. Jhd. ist bekannt für seine Ranken- und Blumenmalereien, die er im Zuge der gotischen Umgestaltung im 15. Jahrhundert erhielt, sowie für den aus der zentralen Säule heraussteigenden Gewölbestern. Des Weiteren ist er mit Steinbänken versehen. Genutzt wurde der Raum vor allem für Versammlungen. Weiter wurde er als Wahlort und Begräbnisstätte verwendet.

Die Fraternei (errichtet um 1250) ist mit 48m der längste Raum des Ostflügels und wird mit einem Kreuzgratgewölbe überspannt. Der ursprünglich als Arbeitsplatz genutzte Raum der Mönche wurde im späten Mittelalter (15. Jhd.) als Weinkeller ("Cabinetkeller") umfunktioniert. Aufgrund der sensiblen Lagerungsbedingungen wurden die Fenster hierfür zugemauert.

Im Obergeschoss befindet sich das Mönchsdormitorium (74m x 14m), der von der Klostergemeinschaft als Schlafsaal genutzt wurde. Besonders charakteristisch sind die eleganten Kreuzrippengewölbe, die auf mit Laubblättern verzierten Kapitellen stehen und an den Seiten an schlichten Wandkonsolen anknüpfen. Eine direkte Verbindung zur Basilika besteht. Besonders an diesem Raum ist die perspektivische Verlängerung, die durch das unterschiedliche Bodenniveau von Süd nach Nord entstanden ist.



MASSNAHMEN

Die Sanierung und Restaurierung der einzelnen Räume stehen bei diesem Bauvorhaben im Vordergrund. Ferner soll die Besucherlenkung optimiert, in den Cabinetkeller eine Wine-Bar einziehen und ggf. eine Möglichkeit zur Besichtigung des Dachraumes, in dem sich die Uhrenstube befindet, installiert werden.

Bauzeit

2021 bis heute

Bauherr

LBIH Niederlassung West

Projektleitung

Daniel Macholz

Mitarbeiter

Sandra Meidel

Partnerschaft

in ArGe mit Matthias Steyer (Restaurator)



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