Neuzustand

Probstei, Kloster Konradsdorf

Konservierung

Erbaut 12. Jhd.

Epoche Romanik

Gebäudearten Wohngebäude,Kulturbauten

Die Probstei gehört zum Kulturdenkmal Kloster Konradsdorf. Teile des Probsteigebäudes stammen bereits aus dem frühen 11. Jahrhundert aus der Zeit der bestehenden Saalkirche und Burganlage. Im Zuge des Baus der Basilika wurde auch das zweigeschossige Gebäude zum Wohnhaus des Propstes umgebaut, welches im Erdgeschoss vermutlich Küche und Nebenräume, sowie im Obergeschoss eine kleine Kapelle und die repräsentativen Wohnräume (mit Saal) beherbergte. Später folgte die Nutzung innerhalb des Hofguts mit weiteren Anbauten auf der Südseite, die als Ställe genutzt werden. Ein Brand 1926 beschädigte das Gebäude stark. Teile der Westwand waren eingestürzt und wurden neu mit Basaltsteinen aufgemauert. Das Erdgeschossniveau und das Außengelände zum Hof erhöhte sich um ca. 80 bis 90cm, da der Schutt im Gebäude verblieb. Das Mauerwerk des romanischen Wohnbaus (sog. Nonnenhaus) ist aus Sandsteinbruchstein (rötliche Sandsteincharge) gefertigt und weist erhebliche (statische) Mängel auf. Die Bruchsteine variieren in ihren Größen stark. Aufgrund von Umbaumaßnahmen ergab sich ein großer Verlust an bauzeitlichen Mauermörtel. Bewuchs an einigen Stellen des Mauerwerks ist mehr oder weniger stark ausgeprägt. Ferner sind Mauerwerksabrisse, ausgebrochene und lose vorliegende Bruchsteine und Salzbelastung (Salzrasen und Salzkrusten) nachgewiesene schwere Bauzustände.



MASSNAHMEN

Der Sanierung an den Mauerwerkswänden des Nonnenbaus geht die Freilegung einschließlich archäologischer Grabungen und Sicherung der archäologischen Funde voraus. Begleitet werden die Maßnahmen mit einer detaillierten bauhistorischen Dokumentation. Für die Sicherung und Konservierung des bestehenden Mauerwerks sind die Verfüllung (u. A. auch von Hohlräumen) und Sanierung der romanischen Natursteinwerke angesetzt bzw. in Ausführung (Ostwand fast fertiggestellt). Hierbei wurde bereits eine umfassende Rissesanierung durchgeführt und mit der Verfugung des Bruchsteinmauerwerks begonnen. Restauratorische Konservierungsmaßnahmen der Innenputze, bereichsweise mit mittelalterlichen Malereifragmenten, sind den Arbeiten vorangesetzt. Eine extensive kulturelle Nutzung ist in Planung.



Bauzeit

2016 bis heute

Bauherr

Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen

Projektleitung

Stephan Kummer

Mitarbeiter

Zhiyun Qin
Sandra Meidel


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